*

Höchstleistung

(252 x gelesen) im
Dez 14 2018

Freitag, 14.12.

 

Alarm auf der Waage! Ich hab den Vorteil, dass ich jeden Tag das Gleiche an hab. Nicht dasselbe. Das ist ein Unterschied. Ich hab zum Beispiel 10 T-Shirts. Die sehen alle gleich aus. Davon zieh ich jeden Tag ein anderes an. Jeden Tag eins von den zehn. Würde ich jeden Tag immer nur eins anziehen und die anderen neun im Schrank lassen, würde ich immer dasselbe anziehen - und die Schwestern würden sich sehr bald beschweren...

Das nur nebenbei, weil das so häufig verwechselt wird. Zurück zur Waage. Das Gewicht meiner Kleidung ist also jeden Tag gleich. Am Mittwoch hat die Waage 87,8 kg angezeigt (eine Tatsache, die eine Frau wohl niemals veröffentlichen würde...). Heute zeigt sie 88,7 kg. Die Quersumme ist zwar die gleiche (nicht dieselbe...), aber ich hab zugenommen. 900 Gramm. Wo kommen die her? Körperfett kann sich nicht so schnell ansetzen und Muskelmasse baut man auch nicht so schnell auf. Verdachtsmoment Verdauungstrakt? Dienstag Abend war Chinese angesagt. Ein wunderbares Restaurant in Gießen. Chin-esisch-Thai-ländisch. Ich möchte keinen Namen nennen... Buffet. „Essen, soviel man kann“ Und ich kann viel. Reis, verschiedenes Gemüse, Pommes, Kartoffeln. Das kann man alles zuhause essen. Aber Krabbenchips, Tintenfischringe, Pekingente, Schweinefleisch in Pflaumensoße, gebratenes Hähnchen, Chickennuggets, Rinderleber und was weiß ich noch alles, das gibt es nicht alle Tage. Und nicht zu Hause. Das Buffet ist dort ca 50 Meter lang. Da passt ne Menge drauf. Auch zweimal Eis mit Vanillesauce, Wackelpudding Marke „Waldmeister“ und zum Abschluss noch eine Frühlingsrolle (die man durchaus auch schadlos im Herbst essen kann). Plus Getränke...

Ich hab es zwar nicht übertrieben - mein Sohn hat viel mehr verdrückt - aber es war genug, um der Waage heute einen Schreck einzujagen. Verdachtsmoment Verdauungstrakt erhärtet. Schweregrad gering bis mittel. Wenn alles seinen gewohnten Gang gegangen ist, wird kaum etwas zurückgeblieben sein von den 900 Gramm.

Und von dem Frühstück, das ich grad genieße, auch nicht. Bierschinken, Salami, Frischkäse.

 

Daisy ist zufrieden mit mir. Blutwerte okay, alles im grünen Bereich. (Nur die Nadeln brennen heut ein wenig.) Aber der Dreck muss raus. Und das macht sie hervorragend. Und wie! Die ist so fleißig. Rechne mal nach: Von heute Mittag, zwölf Uhr, bis Montag Morgen, acht Uhr, sind es wieviele Stunden? Taschenrechner raus, bei manchem reichen auch die Finger, und los! Wenn meine Finger noch funktionieren, sind das 68 Stunden.

Eine gesunde Niere, bzw. zwei, haben also 68 Stunden Zeit, um den laufend anfallenden Müll zu entsorgen. Daisy bekommt dafür aber nur 4 Stunden. Nach 64 Stunden bekommt sie 4 Stunden, um den ganzen Müll weg zu machen. Dafür lässt sie etwa 90 Liter durchlaufen. Von den sieben, die ich hab. Alles durch die kleine Nadel (wobei „klein“ relativ zu betrachten ist...) Versuche mal, 9 Eimer Wasser mit einem Strohhalm zu leeren, in 4 Stunden.

Deshalb liebe ich Daisy so.

Dass sich das auch auf meinen Körper und Kreislauf auswirkt, brauch ich sicher nicht extra zu erwähnen? Das ist wie ein Crash-Kurs. Danach fühlt man sich etwas gummiartig und weich in den Knien, kurz nach dem Abschied von Daisy. Nach der Taxifahrt zuhause geht das schon etwas besser, aber der restliche Tag ist doch noch wesentlich geprägt von leichter Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. Maximal zwei Stunden am Stück kann ich mich am PC auf meine Arbeit konzentrieren. Dann ist Pause angesagt, oder ein Schläfchen.

So wie jetzt. Überschrift ausdenken, Korrektur lesen, alles abspeichern, Tagebuch schließen, iPad zur Seite legen, Bett einstellen, zur Seite drehen, Augen zu. 

 

Momentan braucht man auch die „AUS“-App nicht....

 

Kommentar 0
blockHeaderEditIcon
blockHeaderEditIcon
blockHeaderEditIcon
Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail